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Zeitzeugin Eva Szepesi: Ein unvergesslicher Besuch an der Helene-Lange-Schule

Gestern erlebten unsere Schülerinnen und Schüler eine bewegende Lesung der Holocaust-Überlebenden Eva Szepesi. Mit eindrucksvollen Schilderungen ihrer Kindheit im Konzentrationslager schuf sie eine tiefe, ergreifende Atmosphäre in der Aula – still, konzentriert und voller Respekt.

Begegnung mit Eva Szepesi

Am 15. September durften die siebten Klassen unserer Schule eine ganz besondere Begegnung erleben: Die Shoah-Überlebende Eva Szepesi war gemeinsam mit der Illustratorin Stephanie Lunkewitz zu Gast und las aus ihrem Bilderbuch „Ich war Eva Diamant“. Darin erzählt sie von ihrer Kindheit während der Zeit des Nationalsozialismus und davon, wie sie als jüdisches Mädchen Verfolgung und Deportation überlebte.

In der voll besetzten Aula hörten die Schülerinnen und Schüler sehr aufmerksam zu. Frau Szepesi berichtete nicht nur aus ihrem Buch, sondern erzählte auch von ihren Erinnerungen. Viele Schülerinnen und Schüler nutzten anschließend die Gelegenheit, Fragen zu stellen. So entstand ein eindrucksvolles Gespräch über Erinnerung, Verantwortung und darüber, warum es wichtig ist, Geschichten wie ihre weiterzuerzählen.

Die besondere Wirkung der Lesung wurde auch durch die Illustrationen von Stephanie Lunkewitz getragen. Über acht Jahre hinweg haben Autorin und Illustratorin gemeinsam an dem Buch gearbeitet – eine intensive Zusammenarbeit, die sich in der Tiefe und Ausdruckskraft der Bilder widerspiegelt. Lunkewitz’ eindringliche Illustrationen verleihen den Erinnerungen von Eva Szepesi eine zusätzliche Ebene: Sie machen das Erzählte sichtbar, greifbar und für die Zuhörenden emotional erfahrbar. So wurde die Lesung nicht nur zu einem hörbaren, sondern auch zu einem visuell berührenden Erlebnis.

Die Begegnung hat viele sehr bewegt. Einige Schülerinnen engagieren sich inzwischen in einer AG und bereiten selbst eine Lesung des Bilderbuchs für Mitschülerinnen und Mitschüler vor.

Wir sind Frau Szepesi sehr dankbar für ihren Besuch und für ihre Bereitschaft, ihre Geschichte mit jungen Menschen zu teilen.

Ein Imam und eine evangelische Pfarrerin begleiteten die Lesung und unterstrichen die besondere Bedeutung dieses einmaligen Ereignisses.

Besonders danken wir Frau Dietz-Rumpf und Herrn Neagu für die herausragende Organisation.