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Was macht ein Nomadenzelt in der Hela?

Der Lions Club unterstützt ein interreligiöses und interkulturelles Projekt

Das Bibelhaus-Museum, vertreten durch zwei Museumspädagogen, war vom 22. bis 23. Juni in unserer Schule zu Gast. Am Wochenende zuvor wurde in der Aula das Nomadenzelt zusammen mit einigen Gegenständen aus dem Alltag der vor über 3000 Jahren lebenden Nomaden aufgestellt. Das „Bild“ aus der Zeit der biblischen Erzähltexte lud die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 und 8 ein, auf Entdeckungsreise zu den Ursprüngen des Glaubens zu gehen.

Wie das Projekt „Und was glaubst du?“ bei den Jugendlichen angekommen ist, spiegeln die folgenden Aussagen einer Schülerin der 8. Klasse wider:

„Ich finde, dass das Nomadenzelt, die Reise in die Zeit der Nomaden und das Verkleiden als Sara und Abraham ziemlich interessant waren. Das Denken der Nomaden, ihre Sitten und Gebräuche kennen zu lernen war nicht nur lustig, sondern auch spannend. Wir erfuhren etwas über die Gastfreundschaft, die Rollen der Frauen und Männer. Interessant war z. B. zu hören, dass die Männer ihre Frauen hinter einem Vorhang versteckten, wenn ein Gast kam. Denn einem Gast durfte damals kein Wunsch abgeschlagen werden. Auch Frauen waren begehrte Gastgeschenke!

Später wurden wir in Gruppen aufgeteilt, um uns z. B. mit den Fragen: “Sind Kinder ein Geschenk Gottes?“ oder „Wie stellst du dir Gott vor?“ zu beschäftigen.

Am Ende, als die Ergebnisse allen gemeinsam vorgestellt wurden, haben wir gemerkt, dass jeder von uns eine komplett andere Vorstellung von Gott oder von der Aussage, dass Kinder ein Geschenk Gottes sind, hat. Letzten Endes hat dieses Projekt dem einen oder andern einen Anstoß zum Nachdenken über Gott und die Welt verschafft, mir auch!“

Sinn dieses Projekts war nicht, den Schülerinnen und Schülern einen fertigen Lebensentwurf bzw. ein „Glaubensrezept“ zu vermitteln, sondern ihnen Denkanstöße für ihren Lebens- und Glaubensweg zu geben. Und dies ist, so glaube ich, gelungen. Das Fragen nach dem eigenen Glauben, nach Sinn und Halt im Leben wird ein lebenslanger Prozess sein, sich aber bestimmt lohnen.

Wir danken ganz herzlich dem Bibelhaus-Museum, den beiden Museumspädagogen und dem Lions Club Frankfurt, der das Projekt finanziert hat.

E. Braun-Grimm

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