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50. Frankreichaustausch – Besuch in Frankfurt

Vom 29. Mai bis zum 12. Juni 2013 besuchten Schülerinnen und Schüler unserer Pariser Partnerschule Maurice Ravel zum 50. Mal die Helene-Lange-Schule. Der Schüleraustausch zwischen den beiden Schulen besteht damit ebenso lange wie der Elysée-Vertrag, der die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland begründete – für die Helene-Lange-Schule ein doppelter Grund zu feiern.

Folgerichtig wurde für den diesjährigen Besuch der französischen Schülerinnen und Schüler in Frankfurt unter dem Motto „50 Jahre Frankreichaustausch – 50 Jahre deutsch-französische Freundschaft“ ein Programm zusammengestellt, das v. a. auf diese beiden Jubiläen Bezug nahm:

Nachdem die französischen Austauschpartnerinnen und Austauschpartner aufgrund mehrerer schulfreier Tage unmittelbar nach ihrer Ankunft in Frankfurt Gelegenheit gehabt hatten, sich in ihrer Gastfamilie einzuleben, wurden sie zusammen mit ihren deutschen „corres“ sowie den begleitenden Lehrkräften im Rahmen einer Feierstunde zunächst an der Helene-Lange-Schule durch den Schulleiter, tags darauf im Frankfurter Rathaus durch den ehrenamtlichen Stadtrat Peter Mensinger im Beisein des Stadtverordneten Uli Baier sowie des stellvertretenden französischen Generalkonsuls Stanislaw Mrozek herzlich empfangen. Während Schulleiter Marc Peschke in seiner Rede die französischen Austauschpartnerinnen und Austauschpartner zur Konversation in der Fremdsprache ermutigte, lud sie Stadtrat Peter Mensinger zur Entdeckung der kulturellen und kulinarischen Vielfalt der Stadt Frankfurt ein.

Die für den darauf folgenden Tag angesetzte Führung durch die Stadt Frankfurt ermöglichte es den französischen Schülerinnen und Schüler sogleich, diesen Empfehlungen zu folgen und ihre neue Umgebung eingehender kennenzulernen.

Der sich anschließende Ganztagesausflug nach Rüdesheim am Rhein nahm Bezug zur deutsch-französischen Geschichte und damit zu den Themen des diesjährigen Frankreichaustausches. Anhand des Niederwalddenkmals erläuterten mein französischer Kollege, Hr. Vidal-Naquet, und ich die wechselvolle deutsch-französische Geschichte und gaben Schülerinnen und Schülern damit eine Begründung für die Hervorhebung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern in diesem Jahr.

Nach diesem Blick zurück in eine häufig von leidvollen Erfahrungen geprägte Vergangenheit wurde im Rahmen eines Besuchs des ESOCs in Darmstadt, des Kontrollzentrums der europäischen Raumfahrtbehörde ESA, in der u. a. Deutsche und Franzosen eng zusammenarbeiten, ein Blick in Gegenwart und Zukunft geworfen, um den Wandel in den deutsch-französischen Beziehungen aufzuzeigen. Diesen Wandlungsprozess verdeutlichte ebenso eine anlässlich des Empfangs der französischen Austauschschülerinnen und Austauschschüler an der Helene-Lange-Schule von unseren französischen Kolleginnen und Kollegen mit nach Frankfurt gebrachte Ausstellung, die von Oberstufenschülerinnen und -schülern unserer Partnerschule konzipiert worden war und sich v. a. den Themen „Deutsch-französische Beziehungen“ und „Geschichte des Schüleraustausches zwischen dem Collège Maurice Ravel und der Helene-Lange-Schule“ widmete.

Als „Ausgleich“ zu den oben genannten kulturellen Schwerpunkten des Programms waren sportliche Aktivitäten vorgesehen: Rudern auf dem Main sowie ein Schwimmbadbesuch. Da der Main zu jener Zeit Hochwasser führte, musste Ersteres leider „ins Wasser fallen“. Als Ersatz wurde den Schülerinnen und Schülern ein deutscher Film zum Thema „Wendezeit“ auf Deutsch mit französischem Untertitel gezeigt.

Zuletzt möchte ich, wie immer, denjenigen sehr herzlich danken, die durch ihr großes Engagement diesen Frankreichaustausch ermöglicht haben, d.h. den Mitgliedern der Bigband der Helene-Lange-Schule, den Eltern der Austauschpartnerinnen und Austauschpartner, Fr. Limon (Organisatorin des Austausches auf französischer Seite), Fr. Ballay, Fr. Enger, Hrn. Vidal-Naquet, Fr. Dietz-Rumpf, Fr. Lacroze, Fr. Rossler, Fr. Schmidt, Fr. Schrauf und Fr. Schütz-Dembinski. Mein besonderer Dank gilt den Vertretern der Stadt Frankfurt für ihren freundlichen Empfang sowie Fr. Galuba.

Ich hoffe, dass den deutschen und französischen „corres“ der Frankreich-Austausch in guter Erinnerung bleibt und wir uns vielleicht im nächsten Jahr in Paris oder Frankfurt wiedersehen!

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