Tausend Beschäftigte, eine Million Paar Schuhe pro Jahr – und heute erinnert vor Ort nichts mehr an die einstige Ada-Ada-Schuhfabrik in Höchst. Genau solchen Spuren und Leerstellen ist die Klasse 9b unserer Schule an zwei Projekttagen in Kooperation mit dem Höchster Geschichtsverein nachgegangen – mit alten Fotos in der Hand und der Kamera im Anschlag.

Tag 1: Höchst von früher und heute
Am ersten Projekttag zogen die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen los – ausgestattet mit historischen Fotografien verschiedener Orte in Höchst. Die Aufgabe: die abgebildeten Plätze und Gebäude im heutigen Stadtbild wiederfinden, sie fotografieren und die Veränderungen über die Zeit dokumentieren. So entstand Schritt für Schritt ein eigener Blick auf den Wandel des Stadtteils – nicht aus dem Geschichtsbuch, sondern direkt vor Ort.

Tag 2: Vom Foto zum eigenen Text
Am zweiten Tag ging es in die Tiefe: Jede Gruppe spezialisierte sich auf ein Thema und erarbeitete anhand von Leitfragen und Arbeitsaufträgen einen eigenen Text. Behandelt wurden:
- der Höchster Bahnhof
- die Ada-Ada-Schuhfabrik – einst einer der größten Arbeitgeber im Stadtteil, 1937 unter nationalsozialistischem Druck zwangsverkauft, das Fabrikgebäude existiert heute nicht mehr
- die Süwag mit Industriepark bzw. den Farbwerken
- die Porzellanmanufaktur
Die Texte sollen – so ist es geplant – in der Frankfurt History App des Historischen Museums veröffentlicht werden und damit weit über die Klasse hinaus zugänglich sein.
Ein Blick hinter die Kulissen
Abgerundet wurden die beiden Tage durch eine Führung durch das Gebäude des Höchster Geschichtsvereins, bei der die Klasse einen Einblick in die Vereinsarbeit und die Sammlung vor Ort bekam.



Danke
Ein herzliches Dankeschön geht an das Historische Museum Frankfurt und den Höchster Geschichtsverein für die gute Zusammenarbeit und die Möglichkeit, ein solches Projekt überhaupt umsetzen zu können. Ohne diese Unterstützung wäre die Spurensuche durch Höchst in dieser Form nicht möglich gewesen.